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Sauter Concert 275 in Horowitz’ Wohnzimmer
Premiere in der Carnegie Hall beim Recital des Pianisten Gil Sullivan
Spaichingen/New York - Was die Fifth Avenue für Mode- und Kunstfreaks bedeutet, ist die 57th Street in New York für die Musikfans: eine Traditionsstätte für besondere Begegnungen, denn die 57th Street ist der Sitz der Carnegie Hall, dem wohl berühmtesten Konzerttempel der Neuen Welt. Kein Geringerer als Vladimir Horowitz feierte hier legendäre Konzerntriumphe, die teilweise auch im Fernsehen festgehalten wurden.
Für sein Recital im ausverkauften Kammermusiksaal der Carnegie Hall hatte der australische Pianist Gil Sullivan den neuen Flügel Concert 275 der württembergischen Pianofortemanufaktur Sauter ausgewählt, der über besondere technische Innovationen verfügt. So wird im Bereich des Diskants an alle Stellen, an denen die Saiten Metall berühren, Titan statt Stahl verwendet, da es besser schallübertragend ist. Außerdem ist die Diskant-Duplex bei dem Sauter Concert 275 als einzigem Flügel der Welt feinjustierbar, so dass auf das übliche Einflechten von Filz zur Dämmung unsauberer Töne verzichtet werden kann. Beide Maßnahmen, exklusive, ausgewählte Materialien und bestes Finish sorgen für ein ungewöhnlich transparenten und nuancierungsfähigen Klang, der zunehmend in der Welt geschätzt wird. So hat die Pianofortemanufaktur Sauter ihre Produktion um das Doppelte steigern müssen, um die weltweite Nachfrage nach diesem in Handarbeit gefertigten Flügel zu befriedigen. Stefan Schnitzer, Leiter der Produktion und Entwicklung bei Sauter: „Natürlich sind wir stolz auf diesen Erfolg am Markt, aber die Erhöhung der Kapazität geht mit äußerster Kontrolle vor sich, da wir auf den Qualitätsstandard ,Handmade in Germany’ größten Wert legen.“
Gil Sullivan, der u.a. bei Murray Perahia und Paul Badura-Skoda studierte, hatte sich auf ein anspruchsvolles Program vorbereitet, das mit Mozarts Variationen über „Unser dummer Pöbel meint“ begann und als Höhepunkt Beethovens Klaviersonate c-Moll op. 111 enthielt. Aus dem klassisch-romantischen Repertoire interpretierte der australische Pianist ferner die Polonaisen A-Dur und fis-Moll von Chopin sowie die sechste ungarische Rhapsodie von Liszt. Große Aufmerksamkeit erregte auch die US-Premiere einer von Julian Cochran komponierten Mazurka. Der junge Komponist war aus Australien eingeflogen und beim Konzert anwesend. Bereits nach Beethovens Sonate war das Publikum verzaubert und bedankte sich mit Standing Ovations. Der „275“ hinterließ einen ganz eigenständigen Eindruck. Einerseits war er kraftvoll und reich timbriert im Bass, andererseits faszinierte sein Diskant, vor allem beim Pianissimospiel der Komposition „Brownhill Creek in Spring“ von Miriam Hyde. Der feine, aber tragfähige Klang erreichte mühelos auch die letzten Reihen des bis in die Stehplätze besetzten Saales. Auf Drängen der begeisterten Zuhörer bot Sullivan zwei Zugaben, eher er demonstrativ die Flügelklappe schloss, die sich – mechanisch gedämpft - sanft herabsenkte.

www.sauter-pianos.de
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