SAUTER - DER KLANG  
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Eine kleine Geschichte großer Klavierbaukunst.

Fabrik alt Am Anfang stand ein junger Spaichinger Schreinergeselle, den es zur Musikkultur hinzog: Johann Grimm. 1813 ging er nach Wien zu Johann Andreas Streicher, um Klavierbauer zu werden. Seinen sechsjährigen Aufenthalt in Wien verbrachte Grimm in einem prominenten Umfeld. Streicher, 1761 in Stuttgart geboren und enger Freund Friedrich Schillers, hatte Nanette Stein geheiratet. Nanettes Vater Johann Andreas Stein, geboren im badischen Heidelsheim,  war Schüler seines berühmten Vaters Johann Georg (1697 bis 1754), der bei keinem geringeren als Johann Andreas Silbermann in Straßburg arbeitete. Beethoven bezog nicht nur seine Instrumente von Streicher, sondern war auch eng mit ihm befreundet. Nanette führte über viele Jahre dem großen Komponisten den Haushalt. Streicher war darüberhinaus auch der Klavierlehrer von Mozarts Sohn und komponierte selber im Stil der Wiener Klassik. Die Firma Sauter brachte kürzlich Streichers Variationen über ein englisches Volkslied auf CD heraus. Aus der damaligen Hauptstadt der Musik und des Instrumentenbaus kehrte Grimm nach sechsjähriger Ausbildung voller Tatendrang und Ideen zurück. 1819 begann er in Spaichingen mit dem Bau von Tafelklavieren.
 
Als Nachfolger und Erbe Grimms baute sein Neffe Carl Sauter die Werkstatt 1846 zu einer richtigen Manufaktur aus, die ein Dutzend Gesellen beschäftigte und bald zu den führenden Klavierherstellern in Schwaben zählte. Nach seinem frühen Tod übernahm Johann Sauter, erst 17jährig, zusammen mit seiner Mutter den Betrieb. Von zahlreichen Reisen, u.a. nach Amerika, brachte er viele Anregungen und Neuerungen mit. Aufgeschlossenheit, Pioniergeist und Liebe zur Perfektion prägten die Sautersche Arbeit von Anfang an.

So überrascht es kaum, dass eine Vielzahl von Erfindungen und klavierbautechnischen Verbesserungen international patentiert wurden. In die Ära Johann Sauters fällt auch die Umstellung der Produktion vom Tafelklavier auf das größere Pianoforte. Carl Sauter II, der die Firma ab 1909 leitete, trieb den Ausbau des Werks und die Steigerung der Produktion voran.

Mit ausgezeichneter Qualität und verbesserten Pianomodellen wurde der gute Klang des Namens Sauter in ganz Deutschland bekannt. Hans Sauter, der den Betrieb ab 1948 führte, machte neue Erkenntnisse der Wissenschaft, neue Techniken und Materialien für einen zeitgemäßen Pianobau nutzbar. Bald wurden die klang- und formschönen Modelle weltweit exportiert.

Die Produktion von Flügeln markierte 1952 den Beginn einer neuen Epoche in der Unternehmensgeschichte – ein klares Signal für höchste Klangqualität. Mit der Entwicklung der Doppelrepetitionsmechanik – sie ermöglicht beim Klavier einen besonders feinfühligen Anschlag – und der Neueinführung der hochwertigen M-Line Anfang der 90er Jahre verfolgte Sauter diese Ausrichtung konsequent weiter. Design-Akzente setzte Sauter mit der exklusiven Modellreihe „Sauter – designed by Peter Maly“, die besonders für moderne Wohnwelten geschaffen wurde. Mit dem Konzertflügel 275 stößt Sauter im Jahr 2000 in die Klangdimension der internationalen Flügel-Klasse vor. Eine neue Ära großer Klavierbaukunst hat begonnen. Fabrik neu

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